07.07.2010 00:00 Alter: 2 Jahre

Petzl: Abseilgerät Rig

Das am Anfang dieses Jahres erschienene Abseilgerät „RIG“ vom Hersteller Petzl wurde von alpintec. für verschiedene Einsatzbereiche getestet.

Das Gerät ist nach EN 12841 zertifiziert und unterliegt somit der gleichen Norm wie der „große Bruder“, das Abseilgerät „ID“.

Für uns war der direkte Vergleich mit dem ID wichtig, um Vor‐ und Nachteile des neuen Gerätes zu kennenzulernen. Der Abseilvorgang ist ähnlich wie beim ID, bis 100m Höhe und einfacher Personenlast ist das Gerät gut zu bedienen, bei größeren Höhen und leichten Anwendern muss über den ersten Streckenabschnitt ordentlich nachgestopft werden. Der Bedienhebel schnappt beim loslassen in die Ausgangsposition zurück, in etwa wie beim GriGri. Das Gerät verfügt über keine Paniksicherung und ist deshalb für Neueinsteiger nicht zu empfehlen. Durch das Fehlen der Sicherungsklemme zum Falscheinlegen des Seiles wie beim ID, ist der RIG besonders zum traversieren jeglicher Art sehr gut geeignet. Auch Schlaffseil bekommt man aus diesem Grund gut durch das Gerät gezogen. Das Einlegen des Seiles in das Gerät ist etwas gewöhnungsbedürftig, da beim verschließen des Gerätes das Seil durch das bewegliche Seitenteil eingeklemmt wird, wie man das auch vom GriGri kennt, ist am Ende aber nur eine Frage der Gewöhnung. Für das Aufsteigen mit dem RIG benötigt man auf Grund der kleineren Rolle etwas mehr Kraft als beim ID, dennoch lässt sich mit diesem Gerät gut steigen. Beim Ablassen von Rettungslasten zeigte der RIG keine erwähnenswerten Vor‐ oder Nachteile gegenüber dem ID.